Systemik

 

Aus der systemischen Perspektive wird der Mensch nicht als isoliertes Individuum gesehen, sondern immer als Teil einer sozialen Gruppe, also eines Systems (Familie, Partnerschaft, Kollegen, Freunde etc.), welches sich durch bestimmte Strukturen (Regeln, Verhaltensweisen und -muster) zwischen den Mitgliedern definiert.

Innerhalb dieser unterschiedlichen Systeme versucht jeder Einzelne sich so zu verhalten, dass ein Gleichgewicht entsteht und ein möglichst harmonisches Miteinander möglich ist. Dieses komplexe Konstrukt ist sehr anfällig für Störungen, das bedeutet, dass es einer ständigen Anpassung bedarf, um das Gleichgewicht und die Beziehungen zueinander stabil zu halten. Dabei greift man meistens zu Handlungs- oder Denkmustern zurück, mit denen man in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht hat und die sich irgendwann verfestigt haben. Dieser Prozess geschieht meist unbewusst.

Ein Problem oder auch Symptom entsteht, wenn es uns nicht gelingt, mit unseren unterschiedlichen Lösungsstrategien eine Harmonie wiederzuerlangen. Man kann also sagen, dass ein Probleme eine unbefriedigende Lösung, also veränderbar ist, indem man den Fokus auf die Prozesse und die Wechselwirkungen lenkt.

Die Hauptfragen hierbei sind: Was muss sich in dem System verändern? Welche Umgebungsbedingungen müssen vorhanden sein, damit das Problem verschwindet?

Gleichzeitig wird der Mensch aus systemischer Sicht als autonom und selbstorganisiert wahrgenommen, der eine ganz eigene, subjektive Sicht der Realität hat. Eine Beeinflussung von Aussen ist deshalb nur begrenzt möglich. Der systemische Berater / Therapeut begegnet dem Klienten daher auf Augenhöhe und regt durch unterschiedliche Methoden die Suche nach anderen, hilfreichen Gedanken-, und Verhaltensmustern an.

 

Hier erfahren Sie mehr über die Systemische Theorie und Arbeit: Was heisst systemisch?